Eingabehilfen öffnen
Zum Hauptinhalt springen

Kultur - FriedeNOW

Kultur - FriedeNOW

Alle Jahre wieder: Zirkus Cabuwazi

 2b79b547 9157 400c 8f37 bf7bcb33e588

Foto: privat

Vom 22. September bis zu dem 26. September 2025 nahm die Klasse III.1 mit der Grundstufen-Klasse Falken beim Zirkus Cabuwazi auf dem Tempelhofer Feld teil. Das Projekt ist bekannt dafür, dass es mehreren Schulen in ganz Berlin ermöglicht, einen Einblick in das Zirkusleben zu gewinnen. Insgesamt hat Cabuwazi bereits volle 30 Jahre Zirkuserfahrung und insgesamt 100 Mitarbeiter, verteilt auf sechs Standorte in Berlin.

Ein oft gehörter Slogan der Organisation geht so: “Cabuwazi macht Kinder und Jugendliche stark und Berlin bunt.” Der Zirkus bietet neben den Schulprojekten ebenfalls privates Training an. Dieses findet meistens in den Ferien, aber auch unter der Woche statt und vor allem, wenn das Wetter stimmt, da alles in Zelten stattfindet!

Die Klasse III.1 hat sich ganz besonders auf das Projekt gefreut. Am ersten Tag trafen wir uns mit unserer Lehrkraft im Klassenraum. Anschließend liefen und fuhren wir zusammen zum Zirkus am Tempelhofer Feld. Ab dem zweiten Tag fuhren wir dann allein hin und trafen uns kurz vor 09:20 Uhr vor den Zelten. Da die Location im Bezirk Tempelhof ist, war der Weg von der Schule aus nicht weit. Oftmals waren einige Schüler bereits früher da, was jedoch kein Problem war, da wir dann meistens Fußball spielten. Bereits da sah man, wie groß unsere Klassengemeinschaft ist, weshalb wir uns keine Sorgen machten, wie wir beim Projekt miteinander umgehen würden.

Sobald wir ins Hauptzelt hineingetreten waren, gaben wir unsere Mobiltelefone ab und suchten uns Plätze auf der Tribüne. Gleich danach kamen alle Trainer sowie der Projektleiter auf die Bühne und begrüßten uns. Das wiederholte sich an allen fünf Schultagen. Somit stieg automatisch die Motivation und wir hatten vor allem mehr Spaß in den Trainingstag zu starten.

Am ersten Tag wurden uns die fünf Trainings-Gruppen vorgestellt: Trampolin, Trapez, Clown, Jonglage und Hula-Hoop-Reifen. Nun verteilten sich die Schüler*innen aus der III.1 und der Falkenklasse nach Interesse auf die fünf Gruppen. Für die meisten Schüler*innen war das nichts Neues, da die Klassen das Zirkus-Projekt ja alle drei Jahre wiederholen.

Wir in der Trapezgruppe lernten uns alle am ersten Tag kennen und wärmten uns mit Gemeinschaftsspielen auf. Dann dehnten wir uns und gleich danach wurden die Trapeze von der Zeltdecke runtergelassen. Anfangs waren die meisten Schüler*innen noch sehr ängstlich und unsicher auf dem Trapez, was aber schnell verging. Schüler*innen, die nicht auf dem Trapez standen, halfen den anderen, die gerade unsicher darauf wackelten. Dies war ebenfalls ein Moment, indem man sah, wie besonders unsere Gemeinschaft war. Durch dieses Helfen zeigte man Toleranz, Respekt und vor alldem Hilfsbereitschaft. Dies ist immer sehr wichtig in einer Schule!

Nach dem Training trafen wir uns alle wieder im Hauptzelt, um einander zu berichten, wie wir den ersten Trainingstag fanden. Gleich darauf verabschiedeten wir uns alle und wurden anschließend um 12:30 Uhr entlassen. Schüler* innen der III.1 durften dann allein nach Hause laufen oder fahren. Dies machten wir auch die restliche Woche, da die Eltern damit einverstanden waren.

Ab Dienstag wurde es ernster für alle Gruppen, da wir bereits am Donnerstag die General-Probe hatten. Jede Gruppe erstellte und erlernte eine Choreografie, was unseren Ehrgeiz und Fleiß zusätzlich anstachelte. Anschließend waren wir so weit gekommen, dass die Trainingsgruppen bereits Kostüme, eine Choreografie sowie passende Musik organisiert hatten.

Auch unsere Trapez-Gruppe hatte alles Organisatorisches abgeschlossen. Unsere Kostüme waren passend zur Choreografie ausgewählt. Viele von uns hatten ein helles, langes Oberteil an und dazu eine schwarze Hose. Das war an unserer Gruppe sehr bemerkenswert, da wir alle zusammenpassten und man sah, dass wir zusammengehörten. Zudem haben wir Musik gefunden, die genau auf unserer Choreografie passte. Unsere Trainerin hat es uns dabei ermöglicht, unsere Wünsche zu äußern und zu erfüllen.

Am Donnerstag verlief die Generalprobe. Auch wenn es nicht die finale Vorstellung war, die am Freitag stattfand, waren wir alle aufgeregt. Selbst die Trainer waren aufgeregt und vor alldem gespannt wie wir Schüler*innen die General Probe meistern würden. Natürlich war uns bewusst, dass keine Zuschauer auf den Tribünen sitzen und neugierig zu uns blicken würden, dennoch war die Nervosität da. Einige Schüler*innen durften bei der Show die Anrede, Abschlussrede sowie die Moderation führen. Diese Situation war ebenfalls aufregend, da das Sprechen vor mehreren Zuschauern soeben Mut erfordert.

Die Generalprobe lief fehlerlos, jedoch gab es selbstverständlich Verbesserungsvorschläge. Vor den Freitag waren fast alle Schüler*innen aufgeregt und etwas unsicher. Viele machten sich Gedanken darüber, ob irgendwas schieflaufen könnte. Zum Beispiel: Was, wenn ein Clown seine Tricks vergisst? Was, wenn man auf dem Trampolin falsch tritt und gleich darauf hinfällt? Was, wenn jemand den Hula-Hoop-Reifen falsch aufgreift? Was, wenn man das Gleichgewicht auf dem Trapez verliert oder was, wenn das Jonglieren nicht so funktioniert wie erwartet? Diese Gedanken machten wir uns wohl alle. Natürlich freuten wir uns auch auf die Show, da wir alle hart arbeiteten.


Nun war es Freitag und alle waren aufgeregt, wir Schüler*innen, die Trainer*innen, die Lehrer*innen und sicher auch die Zuschauer*innen. Die Show lief einwandfrei, ohne Fehler und alles lief wie geplant. Nach der Show trafen wir uns nochmal alle zusammen, erzählten, wie wir die Woche fanden und verabschiedeten uns gemeinsam. Wir waren an diesem Freitag alle viel zu beschäftigt mit dem Gedanken, alles richtig zu machen, weshalb wir erst spät bemerkten, dass wir das hier doch vermissen könnten. Natürlich hatte jeder andere Gedanken zu diesem Projekt, aber irgendwo hatten wir alle Spaß.

Eine Schülerin aus der Hula-Hoop-Reifen-Gruppe sagte beispielsweise: “Mir hat es in der Cabuwazi-Woche gefallen. Ich fand die Trainerin voll nett und es hat voll Spaß gemacht. Durch die Cabuwazi-Woche habe ich meine Mitschüler*innen besser kennengelernt. Ich fand es generell sehr schön und würde es gerne wiederholen." Eine andere Schülerin aus der Clown-Gruppe äußerte auch eine leichte Kritik: “Es hat mir viel Spaß gemacht, nur sollte es beim nächsten Mal besser organisiert werden. Meiner Meinung haben wir uns nicht wie Clowns verhalten." Und eine weitere Schülerin aus der Trapez-Gruppe fand: "Trotz dessen, dass es ziemlich anstrengend war, meine Hände danach sehr weh taten und es anspruchsvoll war, hat es mir gefallen und es hat sehr viel Spaß gemacht"

Dies war das Feedback einiger Schüler*innen und ich denke, dass wir alle dem zustimmen können. Es ist ganz natürlich, dass es manchmal zu anstrengend oder uninteressant für einige Schüler*innen war, jedoch könnte man sagen, ebenso vermissen es viele.
Im Großen und Ganzen bleibt es für die meisten eine schöne Erinnerung.
So nehme ich Abschied von Cabuwazi.

Ilinka (III.1)