Inklusion bedeutet für uns die Akzeptanz und Wertschätzung der Heterogenität aller Kinder, unabhängig von ihren Begabungen, Beeinträchtigungen, Geschlechterrollen, ihrer ethnischen, nationalen oder sozialen Herkunft oder anderen kategorialen Eigenschaften.
Alle Schüler:innen lernen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen gemeinsam. Neben dem gemeinsamen Unterricht gibt es verschiedene Förderangebote, darunter temporäre Lerngruppen wie das Projekt Übergang in den Jahrgängen 1-3, 4-6 und 7/8, das Produktive Lernen in den Jahrgängen 9/10, lebenspraktischer Unterricht, LRS- und Rechenförderung und weitere Förderangebote. Kooperationen bestehen mit einer Ergotherapiepraxis, dem Jugendhilfeträger HUGO e.V. (z.B. SIGA-Gruppen) und verschiedenen Kindertagesstätten, um alle zukünftigen Schulanfänger durch „Schnuppertage“ kennenzulernen.
Durch eine enge Zusammenarbeit von Lehrkräften, Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, externen Fachstellen, schulischer Inklusionsassistenz und den Familien soll eine individuelle Förderung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit für alle Schüler:innen gewährleistet werden.
Räumliche Möglichkeiten
Um den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Schüler:innen gerecht zu werden, verfügen wir über ein umfassendes Raumangebot:
- Gruppenräume nahe der JüL-Klassenräume zur Einzel- und Gruppenförderung
- ein allgemeiner Förderraum mit umfassenden Materialien zur basalen und schulischen Förderung
- Küchen zur lebenspraktischen Förderung der Schüler:innen
- ein Theaterraum zur kreativen Gestaltung des Unterrichts in Form von zahlreichen Theaterprojekten in der Grundstufe
- ein Raum für die Ergotherapie (Grundstufe)
- ein Werkraum zur handwerklichen Förderung
Darüber hinaus ist sind alle Gebäude über einen Fahrstuhl barrierefrei zugänglich. Auch gibt es rollstuhlgerechte WCs und eine Dusche.
Unterrichtskonzept
Der jahrgangsübergreifende Unterricht ist vorrangig durch das Erarbeiten von Inhalten in individuellen Lernwegen gekennzeichnet. Darüber hinaus werden bei sachbezogenen Themen möglichst alle Schüler:innen an einem gemeinsamen Thema beteiligt. In allen anderen Fächern arbeiten die Schüler:innen einer JüL-Klasse am gleichen Thema, wobei nach Bedarf in den Niveaustufen differenziert wird.
Da Schüler:innen unterschiedliche Bedürfnisse haben, gibt es neben dem gemeinsamen Unterricht folgende weitere innere und äußere Differenzierungsmaßnahmen:
- Freiarbeit
- Lernen an Stationen
- Projektunterricht
- Temporäre Lerngruppen
- "Projekt Übergang“ für Schüler:innen mit dem Förderschwerpunkt „emotionale-soziale Entwicklung“ in den Jahrgängen 1-8
- Lernbüro 2.0
- Lebenspraktischer Unterricht
- Produktives Lernen in den Jahrgängen 9/10
Seit 2011 sind wir in die Landkarte inklusiver Beispiele aufgenommen worden. 2019 wurden wir mit dem Jakob-Muth-Preis für eine inklusive Schule ausgezeichnet. 2024 wurden wir mit dem Deutschen Schulpreis für den herausragenden Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft, konsequente Inklusion und jahrgangsübergreifende Lernen ausgezeichnet.
Im Sommer 2013 wurde von der Schulkonferenz das Inklusionskonzept beschlossen. Derzeit wird das bestehende Konzept überarbeitet und aktualisiert.
