Wofür kann ein Antrag auf Nachteilsausgleich/Notenschutz gestellt werden?
Schüler:innen mit einem bestehenden Nachteilsausgleich oder Notenschutz können diesen auch für die Prüfungen zur erweiterten Berufsbildungsreife (EBBR) und zum mittleren Schulabschluss (MSA) beantragen. Für die vergleichenden Arbeiten zur Berufsbildungsreife (BBR) muss kein Antrag gestellt werden.
Für folgende Bereiche können Anträge gestellt werden:
diagnostizierte Schwierigkeiten im Lesen und im Rechtschreiben (Nachteilsausgleich/Notenschutz)
diagnostizierte Schwierigkeiten im Rechnen (Nachteilsausgleich)
attestierte körperliche und psychische Beeinträchtigungen (Nachteilsausgleich)
keine hinreichenden Deutschkenntnisse bei Schüler:innen, die längstens zwei Jahre eine ausschließlich deutschsprachige Regelklasse besuchen (Nachteilsausgleich)
Wie wird der Antrag gestellt?
In den ersten Bilanz- und Zielgesprächen im Herbst werden die in der Förderplankonferenz beschlossenen Nachteilsausgleiche/Notenschutz mit den Erziehungsberechtigten und Schüler:innen besprochen. Im Gespräch kann bereits der Antrag für die Prüfungen gestellt werden. Ein Antrag auf Nachteilsausgleich kann bis spätestens sechs Wochen vor dem ersten Prüfungstermin gestellt werden. Eine Ausnahme bei der Frist stellen kurzfristig eintretende körperliche und psychische Beeinträchtigungen dar. Die Anträge werden über die Klassenleitung beim Prüfungsvorsitz eingereicht.
Geschrieben von fgs_redaktion am . Veröffentlicht in Mittelstufe.
Gruppen- und Themenfindung, betreuende Lehrkraft finden
06.10.-17.10.2025
1. Konsultation mit der betreuenden Lehrkraft
17.101.2025
Abgabeschluss: Voranmeldung der Prüfung + ggf. Antrag auf Einzelprüfung
24.11.-05.12.2025
2. Konsultation mit betreuender Lehrkraft
05.12.2025
Abgabeschluss: Anmeldung der Prüfung
09.02.-13.02.2026
3. Konsultation mit betreuender Lehrkraft
optional
4. Konsultation mit betreuender Lehrkraft
12.03.2026
Präsentationsprüfung
Sperrliste - gesperrte Themen für die Präsentationsprüfung
Die folgenden Themen sind für die Präsentationsprüfung im Schuljahr 2025/26 gesperrt. Es handelt sich um die Themen der Gruppen aus den vergangenen zwei Prüfungsdurchgängen.
Die Schüler:innen wählen das Prüfungsfach und Prüfungsthema der Präsentationsprüfung selbst. Zur Auswahl stehen nur diejenigen Fächer, in denen keine schriftliche Prüfung abgelegt wird. Die Präsentationprüfung ist in der Regel eine Gruppenprüfung. Eine Einzelprüfung ist nur auf Antrag in Ausnahmefällen möglich*. Die Prüfungsgruppen werden bei der Vorbereitung der Präsentation von einer betreuenden Lehrkraft begleitet. Bis zur Prüfung finden vier Treffen mit der betreuenden Lehrkraft statt, die sogenannten Konsultationen. Die Präsentation wird von den Schüler:innen eigenständig außerhalb des Unterrichts erarbeitet.
*Einen Antrag auf Einzelprüfung erhalten die Schüler:innen von ihren Klassenlehrkräften oder bei Frau Simon, Prüfungsvorsitzende.
Ablauf der Präsentationsprüfung
Am Tag der Präsentationsprüfung findet für die Schüler:innen kein Unterricht statt. Die Schüler:innen kommen ausschließlich für die Prüfung in die Schule. Wir bitten die Schüler:innen, am Prüfungstag mindestens eine halbe Stunde vor der Prüfung in der Schule zu erscheinen. In einem für diesen Tag eingerichteten Ankommensraum können die Schüler:innen letzte Fragen klären und sich in entspannter Atmosphäre auf die Prüfung einstellen.
Die Prüfung besteht aus zwei Prüfungsteilen: der Präsentation und einem Prüfungsgespräch. Bei einer Gruppenprüfung umfassen je Schüler:in beide Prüfungsteile zusammen 10 bis 20 Minuten. Bei einer Einzelprüfung umfassen für die Person beide Prüfungsteile zusammen 15 bis 30 Minuten. Die Prüfung wird von einem Fachausschuss bestehend aus zwei Lehrkräften beurteilt, wobei der:die Hauptprüfer:in die betreuende Lehrkraft ist.
Direkt nach der Prüfung wird vom Fachausschuss die Note auf EBBR- und MSA-Niveau festgelegt und den Schüler:innen mitgeteilt. Die Schüler:innen einer Gruppenprüfung werden einzeln bewertet, es erfolgt keine Gruppenbewertung.
Im Krankheitsfalle ist die Einhaltung der korrekten Krankmeldung zwingend notwendig, damit die Prüfung nachgeholt werden kann. Die Erziehungsberechtigten müssen Ihr Kind spätestens bis 7:45 Uhr am Prüfungstag im Sekretariat krank melden. Eine Krankmeldung bei den Lehrkräften ist nicht zulässig. Innerhalb von drei Tage muss ein Attest in der Schule eingereicht werden. Unentschuldigtes Fehlen wird als Note 6 gewertet, womit kein Abschluss mehr erreicht werden kann.
In der Regel finden Gruppenprüfungen im (spontanen) Krankheitsfalle eines Gruppenmitglieds statt, wobei das Fehlen des inhaltlichen Teils des nicht anwesenden Gruppenmitglieds sich nicht negativ auf die Leistungsbeurteilung der übrigen Gruppenmitglieder auswirkt. Sollte sich vorab längerfristig eine krankheitsbedingte Abwesenheit eines Gruppenmitglieds abzeichnen, kann der Termin vorab verschoben werden.
Was ist eine gute Leitfrage?
Besonders wichtig für eine gelungene Präsentation ist die Formulierung der Leitfrage. Durch eine problemorientierte Leitfrage wird aus einem fachlichen Gegenstand ein Thema.
Die Leitfrage ...
berücksichtigt Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung,
bietet einen multiperspektivischen Zugang zum Gegenstand,
fordert auf, (kontroverse) Argumente vergleichend abzuwägen, zu bewerten und zu gewichten,
verlangt eine in sich schlüssige wie faktenbasierte Darstellung,
ist in dem vorgegebenen Zeitrahmen realisierbar.
Präsentationsprüfung im MSA. Handreichung für Lehrkräfte. Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Weiterführende Informationen zur Präsentationsprüfung
Das Lernbüro ist der Ort für das Lernen, für das Training und das Üben. Es setzt den Akzent auf den individualisierten, systematischen Erwerb von Qualifikationen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Aufeinander aufbauende Bausteine sind das Pflichtprogramm eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin.
Lernen ist ein individueller und aktiver Prozess, den jedes Kind selbst vollziehen muss. Dieser Prozess erlaubt ausdrücklich unterschiedliche Lerntempi, hängt niemanden ab, bremst aber auch niemanden. Nicht jeder macht jeden Schritt, schon gar nicht zur gleichen Zeit. Unterschiedliche inhaltliche und methodische Wege der Erarbeitung sind möglich. Das Grundprinzip des Lernbüros ist die innere Differenzierung. Sie besagt, dass jeder Schüler und jede Schülerin hier ihre eigenen Lernvorhaben plant, durchführt und reflektierend abschließt.
Im Lernbüro sind auch gemeinsame Phasen nötig. So kann die Einführung in neue Themen gemeinsam im Klassenverband geschehen Solche gemeinsamen Phasen müssen aber nicht immer für alle Lernenden der Gruppe gegeben werden, sondern können auch für Teilgruppen erfolgen. Das kann je nach Differenzierung im Blick auf Lernstand, Thema oder Methode nötig sein.
Auch die Unterschiede, die sich durch die Phasen des Lernprozesses ergeben, führen zu verschiedenen Arbeitsorganisationen im Lernbüro: Lernen, Üben, Behalten bzw. Ergebnissicherung werden durch unterschiedliche Angebote und Materialien gestützt. Beim Neuerwerb von Kenntnissen und Verfahren wird der Anteil personaler Zuwendung größer sein. Z.B. wird die Einführung in das Bruchrechnen mit einem Fachlehrer erfolgen. In den nachfolgenden Phasen des Lernprozesses dominiert die individuelle Auseinandersetzung mithilfe der entsprechenden Aufgaben und Verfahren.
Die Rolle der Lehrer/innen verändert sich stärker in Richtung eines Lernberaters, der mit einzelnen Schüler/innen oder mit Kleingruppen Arbeitspläne und Arbeitsschritte bespricht, konkrete Fragen erläutert, Hilfen gibt und den jeweiligen Leistungsstand kontrolliert. Wichtig für das Lernbüro ist also eine besondere Ausstattung mit Arbeitstischen, Computerarbeitsplätzen sowie Materialschränken.
Wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Lernbüro sind die Laufzettel für Deutsch, Mathematik und Englisch.
Den Arbeitsplan für eine Woche oder auch für einen längeren Zeitraum erstellen die Schüler/innen mithilfe der Lehrer/innen und zunehmend allein.
Ihre Arbeitdokumentieren sie im Logbuch. Täglich formulieren sie Ziele, die sie erreichen wollen, und am Ende der Stunde wird reflektiert, ob und warum die Arbeit im Lernbüro erfolgreich oder nicht erfolgreich war.
Nach einem bestimmten Zeitraum muss eine Prüfung gemacht werden, um das nötige Diplom, das am Ende einer Einheit steht, zu erreichen.
Besondere Förderung für Leistungsstarke und Leistungsschwache
Im Lernbüro werden sowohl leistungsstärkere als auch leistungsschwächere Schüler/innen besonders gefördert und gefordert.
Lernstarke Schüler/innen können erweiterte Aufgaben bewältigen, Themen recherchieren und Literatur zu einem Thema suchen und bearbeiten.
Darüber hinaus können Schüler/innen gemeinsam an Problemlösungen arbeiten und so genannte Experten- oder Helfersysteme bilden.
Expertensystem: Schüler/innen können als Experten für bestimmte Aufgaben und Themen zuständig sein und sind dann primäre Ansprechpartner für diesen Bereich.
Helfersystem: Schüler/innen, die ihr Pensum geschafft haben, können ihren Mitschülern Themen erklären und dabei den gelernten Lernstoff wiederholen bzw. vertiefen.
Möglichkeit der Selbstkontrolle mithilfe spezifischer Arbeitsmaterialien
Eine zentrale Anforderung an die Materialien ist, dass sie die Selbstüberprüfung bzw. Selbstkontrolleermöglichen. Das ist insbesondere in Phasen der Übung wichtig. Nur so kann ein Lernweg eigenständig sein. Gleichwohl verlieren Lehrer/innen nicht die Funktion als letzte Instanz der Kontrolle. Sie geben aber Verantwortung an die Schüler/innen ab, die z.B. auch im Rahmen des Expertensystems Kontrollen durchführen können.
Den Abschluss eines Lernabschnitts bildet eine Überprüfung. Die erfolgreiche Bearbeitung und der Erwerb einer Qualifikation werden den Schülern und Schülerinnen in einem Diplom bestätigt.
Geschrieben von wamrhein am . Veröffentlicht in Mittelstufe.
Produktives Lernen (PL) ist ein innovatives Bildungsangebot, das sich an Schülerinnen und Schüler richtet, die Schwierigkeiten im herkömmlichen Schulbetrieb haben. Das Ziel von PL ist es, praxisorientiertes Lernen in den Vordergrund zu stellen und den Schülerinnen und Schülern neue Wege zu eröffnen, ihre individuellen Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Im Rahmen von PL verbringen die Schülerinnen und Schüler einen Teil ihrer Schulzeit in externen Betrieben und Einrichtungen, wo sie praktische Erfahrungen sammeln und ihre beruflichen Fähigkeiten erproben können. Ergänzt wird dies durch Unterricht in der Schule, der eng mit den praktischen Tätigkeiten verknüpft ist. Auf diese Weise fördert PL nicht nur die fachlichen, sondern auch die sozialen Kompetenzen und unterstützt die Jugendlichen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft.
Einladung zu den Infoabenden 2025, um im Schuljahr 25/26 im Produktiven Lernen einzusteigen:
Geschrieben von wamrhein am . Veröffentlicht in Mittelstufe.
Willkommensklassen sind spezielle Lerngruppen für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Ziel dieser Klassen ist es, den Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Start ins deutsche Schulsystem zu ermöglichen und sie auf den regulären Unterricht vorzubereiten.
In Willkommensklassen erhalten die Schülerinnen und Schüler intensiven Deutschunterricht, um ihre Sprachkenntnisse schnell zu verbessern. Daneben werden sie in weiteren Fächern unterrichtet, um ihnen grundlegende schulische Inhalte zu vermitteln. Die Unterrichtsinhalte und -methoden sind dabei an die individuellen Bedürfnisse und Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler angepasst.
Durch den Besuch einer Willkommensklasse sollen die neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen nicht nur sprachlich, sondern auch sozial integriert werden. Sie haben die Möglichkeit, Freundschaften zu knüpfen, sich in das Schulleben einzugliedern und die deutsche Kultur besser kennenzulernen. Dies erleichtert ihnen den Übergang in eine Regelklasse und unterstützt ihre langfristige schulische und persönliche Entwicklung.